Die Oneironauten [die Traumreisenden] sind vier Musiker*innen, die alle an der HfM Nürnberg studieren. Kennen gelernt haben sich die Flötistin Luca Höhmann, der Pianist und Dirigent Otto Itgenshorst und die Geigerin Katharina Jungwirt in einem Seminar von Prof. Anselm Dalferth (Konzert und Performance). Daraus entstand ihr erstes gemeinsames Projekt, ein performatives open air Konzert zum Thema „Wald“ in der HfM Nürnberg.  Als vierte im Bunde stieß noch die Oboistin Anna Eberle zu dem jungen Ensemble dazu.

Gemeinsam begeben sich Die Oneironauten nun mit „Die Augen weit geschlossen“ auf eigene Pfade. Sie träumen davon, das klassische Konzert aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken und gemeinsam mit dem Publikum neue musikalische Traumlandschaften zu entdecken. Dabei bewegen sich alle vier Instrumentalist*innen mit schlafwandlerischer Sicherheit in verschiedenen Epochen und Stilistiken und haben keine Scheu davor, diese zu verbinden und so ganz neue Seiten der Musik zum Vorschein zu bringen. Performative Elemente haben in ihren Konzepten genauso Platz, wie der Umgang mit Sprache und Videos.

DIE ONEIRONAUTEN laden ihr Publikum ein, den Prozess des Schlafens mit wachen Augen zu erleben. In dem Konzert „Die Augen weit geschlossen“ wird spürbar, wie es ist, gleichzeitig Beobachter*in des Schlafs und seiner zyklischen Phasen zu sein als auch einzutauchen in seine emotionalen Tiefen.

Die Augen weit geschlossen
Die Nacht bricht herein, die Geschehnisse des Tages beginnen in die Ferne zu rücken. Es ist Zeit die Augen zu schließen und sich in die wohligen Tiefen des Schlafs sinken zu lassen…
Doch heute ist alles anders: Denn was normalerweise fast unbemerkt an uns vorbeizieht, während wir scheinbar friedlich schlummern, wird in diesem Konzert aus dem Unterbewussten hervorgeholt. Eine intensive Reise durch unterschiedliche Energien, Zustände und beeindruckende Hochleistungen des Körpers beginnt. Hellwach vollzieht sich dieser Schlaf und verwundert fragt man sich: Was ist real? Und was nur ein Traum?

Veranstaltungsbeginn: Donnerstag, 26.05.2022 21:30 Uhr
Ort: Alte Kartonagenfabrik Birk, Bohnengasse, 78647 Trossingen
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Das Ensemble setzt sich zusammen aus acht KünstlerInnen verschiedenster Studiengänge der HfMDK Frankfurt: Jonas Weber (*1995) studiert derzeit Regie, Caroline Rohde (*1991)  studiert nach ihrem Konzertexamen auf der Blockflöte aktuell den Studiengang Barockfagott. Sina Bayer geht einem Doppelstudium der Blockflöte und Traversflöte nach, Anne Clement (*1994) studiert derzeit im Master HIP, nachdem sie bereits Gambe und künstlerisch-pädagogische Studiengänge absolvierte. Laura Mirjana Hrgota-Hannene (*1998) absolviert das Studium Tanz, Fumika Namba (*1994) befindet sich in ihrem Masterstudium Schlagzeug, nachdem sie ihren Bachelor an der Universität der Künste in Tokio absolvierte. Alexander Reiff (*1991) studiert seit 2020 im Master Komposition mit einem Schwerpunkt auf elektronischer Musik und experimentellem Musiktheater und Nora Solcher (1999) geht seit 2018 einem Schauspielstudium an der HfMDK nach.

TRE ABISSI entstand als Konzertexamen an der HfMDK Frankfurt am Main. Der Abend setzt sich mit Dantes Divina Commedia auseinander und versucht, die Reiche der Hölle, des Fegefeuers und des Himmels in Bezug zu Aufführungssituationen und der Arbeitsrealität von KünstlerInnen zu setzen. Dabei ist die Performance zunächst ein Konzert für Blockflöte mit Musik aus dem 16. und 21. Jahrhundert, das mit gängiger Konzertpraxis brechen möchte. Welche Rolle spielt die Solistin im Ensemble? Wer steht im Vordergrund, Musik oder Musizierende, Körper oder Text, Auge oder Ohr? Musik, Tanz, Elektronik, Licht und Video werden durch Textfragmente ergänzt und verschnitten zu einem düsteren Abend zwischen Konzert, Performance und Installation. TRE ABISSI verzichtet dabei auf eine konkrete Interpretation der Commedia, assoziiert frei zu den von Dante geschilderten Reichen und lädt das Publikum ein, mitzudenken, zu fantasieren, zu fühlen, zu hören und vor Allem: zu rätseln.

Veranstaltungsbeginn: Freitag, 27.05.2022 21:30 Uhr
Ort: Bahnbetriebswerk Tuttlingen, Bahnbetriebswerk, 78532 Tuttlingen
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Luis Miehlich und Josef Häusel lernten sich im Studiengang Musikdesign kennen und kollaborieren seitdem in Projekten aller Art. Im Frühjahr 2022 gewannen sie mit der Erstfassung ihres multimedialen Konzertformats „Intermorphoses“ den ersten „Preis für innovative Konzertformate“ des Fördervereins der HfM Trossingen. Für die Verwirklichung von „Intermorphoses“ hat sich ein buntes, motiviertes und internationales Ensemble von Studierenden der HfM Trossingen zusammengefunden.

In dem multimedialen Konzertformat „Intermorphoses“ begeben sich Klangkünstler Josef Häusel und Luis Miehlich auf die Suche nach dem Geheimnis des Lebens zwischen dem Erlebten. Durch das „Ereignis-Vakuum“ in Lockdowns intensivierten sich das eigene kreative Schaffen und alltägliche Medienerfahrungen in der Lebenswelt der beiden Musikdesign Studenten mehr, als je zuvor. Jene persönliche Situation diente als Inspiration zur dramatischen Dichtung: Durch die poetische Inszenierung diverser Interaktionen mit Medien und Objekten entdeckt das Konzertformat die tiefere Bedeutung eines redundanten Alltagskontinuums. Im Geiste eines interdisziplinären Studiengangs, verkörpert „Intermorphoses“ für die jungen Musikdesigner eine experimentelle Lebenserfahrung, diverse künstlerische Interessengebiete wie Komposition, visuelle Gestaltung und Lichttechnik, Lyrik, Performance oder Live-Elektronik in einem Gesamtwerk ganzheitlich zu verwirklichen. Scheinbar banale Alltagsinteraktionen erheben sich durch die Kombination mehrkanaliger Klangzuspielung, musikalisch komponierten Lichtprojektionen, elektronischer Performance und raumnutzender Choreografie zu einem immersiven multimedialen Erlebnis.

Veranstaltungsbeginn: Mittwoch, 25.05.2022 18:00 Uhr
Ort: Kulturfabrik Kesselhaus, Hans-Lenz-Straße 14, 78647 Trossingen
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Eine Art Ensemble hat sich im Laufe des Jahres 2021 an der Musikhochschule Freiburg formiert und besteht für dieses Konzept aus sechs Musiker*innen, die Lust am Experimentieren haben. Mit den Instrumenten Klavier/E-Piano, Violine, Viola, Kontrabass, (E-)Gitarre und Jazz-Gesang widmet sich das Ensemble der freien Improvisation, der Erkundung ungewohnter Klänge und der Entwicklung innovativer Konzertformate. In der Improvisation steckt für uns die Freiheit, im „Jetzt“ zu musizieren, zu hören, zu (re)agieren, die Stimmungen des Momentes aufzufangen und in Klang zu verwandeln. Eine Art Ensemble möchte Konzertformate entwickeln, in denen Klang, Raum und das visuelle Erlebnis sich gegenseitig bereichern. Dabei war es die Symbiose aus Musik und Kunst, die im Wintersemester 2020/21 den Startpunkt der gemeinsamen Arbeit darstellte.

Eine Art Ensemble lädt das Publikum ein, sich des Schauens zu entledigen und in eine rein auditive Welt einzutauchen, in der Geräusche und Musik ineinander überfließen und die ZuhörerInnen von allen Seiten einweben. Die Spielenden erkunden dabei selbst den Raum und dessen klangliche Möglichkeiten über Improvisationen, die die Facetten der Dunkelheit zum Klingen bringen: Schönheit und Freiheit, aber auch Ungewissheit und Angst. Auf diese Weise entsteht eine kontrastreiche Klanglandschaft, die die Gelegenheit bietet, einen Raum auf neue Weise zu entdecken und sich der eigenen Vorstellungskraft hinzugeben.

Die Dunkelheit weiß so viel – so singt die Mutter im isländischen Wiegenlied Sofðu Unga Ástin Min ihr Kind in den Schlaf. Wir wollen gemeinsam erkunden, was die Dunkelheit weiß, was es heißt, in sie einzutauchen und loszulassen. Dafür besinnen wir uns auf das, was noch vor jeder visuellen Inszenierung ein Konzert ausmacht: das Hören selbst.

Veranstaltungsbeginn: Dienstag, 24.05.2022 20:30 Uhr
Ort: Pulverfabrik Rottweil, Neckartal 142, 78628 Rottweil
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Was passiert, wenn Licht und Klang aufeinander treffen und wir uns dazwischen bewegen? Können Lichter tanzen und Töne Schatten werfen? Wie laut ist die Dunkelheit und wie hell die Stille?

Mit audiovisuellen Raumerkundungen begeben sich die Lichtkünstlerin Lynn Milena Ohrndorf (*1993 in Bamberg) und die Gitarristin Claudia Roch (*1996 in Leipzig) zusammen auf eine künstlerische Forschungsreise. Die interdisziplinäre Praxis der beiden Studentinnen der HfM Nürnberg bewegt sich zwischen experimentellen Klangwelten und der prozessorientierten Fusion mit dem Licht. Lynn und Claudia haben ihre künstlerische Kollaboration im Herbst 2021 im Rahmen des Abschlussprojektes von Claudia Roch begonnen. Die kollektive Arbeitsweise und das Sich-Aufeinander-Einlassen mit allen beteiligten Künstler*innen ist dabei entscheidend für die Zusammenkunft der verschiedenen Kunstformen. Die weiteren Mitwirkenden an dem Konzert sind die Flötistin Mara de Luca, die Gitarrist*innen Sophie Schlaubitz, Erik Elias und Adam Říha sowie die Komponistin Yilin Yang, die ein Stück eigens für dieses Konzert komponiert hat.

Veranstaltungsbeginn: Mittwoch, 25.05.2022 20:30 Uhr
Ort: Narrenschopf Bad Dürrheim, Luisenstraße, Im Kurpark 41, 78073 Bad Dürrheim
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Das Ensemble Inter.Rupture eint die Faszination für rauschartige Klänge, die Lust an interdisziplinärer Arbeit sowie die Begeisterung für neue Konzertformate. Die Formation bildete sich aus sechs Studierenden der Universität der Künste Berlin in klassisch geprägten Ausbildungen, um eine neue Klangsprache ohne Tonhöhen zu entwickeln und diese in einer multimedialen Mischung aus Installation, Konzert und Performance zu erforschen. Inter.Rupture komponiert dabei im Kollektiv für Alltagsobjekte, Stimmen sowie klassische Instrumente und Elektronik.

Mit SCH* [white noise] erforscht das Ensemble Inter.Rupture eine neue Hybridform aus musikalischer Aufführung auf einem neuen Instrumentarium, musealer Rauminstallation und Performance. Mit dem virtuosen Spiel auf Alltagsobjekten will das Ensemble den artifiziellen Charakter der klassischen Konzertsituation kritisch hinterfragen, ohne diese selbst vollends zu verlassen. Die sechs Performer*innen spielen auf Alltagsobjekten, klassischen Instrumenten, Stimme und Elektronik und laden ein in einen klanglichen Kosmos des Rauschens – zwischen Komplexität und Meditation.

Rauschen ist die Bewegung zwischen Räumen. Es strömt aus Flugzeugturbinen die Kontinente überqueren. Es knistert aus alten Fernsehern und Radios die neue Kanäle suchen. Wasserfälle und Wälder rauschen, genau so wie die Flügel eines Schmetterlings. Rauschen ist die einzige klangliche Konstante. Es ist musikalisches Material ohne Tonhöhe.

Veranstaltungsbeginn: Dienstag, 24.05.2022 18:00 Uhr
Ort: Alte Kartonagenfabrik Birk, Bohnengasse, 78647 Trossingen
Eintritt: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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Muriel Razavi (*1992 in Freiburg) ist eine viel gefragte Musikerin im Bereich der Kammermusik, Barockmusik und der Neuen Musik und konzertiert weltweit in führenden Ensembles und Orchestern. Seit der Saison 20/21 hat sie die Stelle als Stellvertretende Solo-Bratschistin im MDR- Sinfonieorchester inne und promoviert derzeit an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter der künstlerischen Betreuung von Daniel Barenboim, wo sie zum Re-Orientalismus in der Musik forscht. Seit dem WS 2021/22 übernimmt sie ehrenamtlich eine Mentoringschaft im mentoringArts Programm der Hochschule für Musik und Theater Leipzig für die berufliche Vorbereitung Studierender im Musikbetrieb. Neben ihrem Musikstudium hat Muriel einen Bachelor Abschluss in „Iranistik“ der FU Berlin und einen Master Abschluss in „Religion und Kultur“ der HU Berlin.

Mit ihrem Musikprogramm Ancient eve is once again offering apples möchte sie ein absolut neues Hörerlebnis kreieren, indem sie ein interkulturelles Konzertformat vorstellt, das über die bisherigen Erfahrungen okzidental geprägter Ohren hinausgeht und einen Diskurs zur Ausweitung der Bildungsarbeit für junge Erwachsene anstößt. Die größte Inspiration für dieses Programm ist der Wunsch nach musikkultureller Abwechslung und mehr Wagnis in der Musikbranche. Das Programm ist feministisch gefärbt und besteht ausschließlich aus Werken von Komponistinnen der Iranian Female Composers Association (IFCA), deren künstlerische Arbeiten eine Hymne an die Kunst- und Meinungsfreiheit sind. Ästhetische Barrieren sollen aufgelöst werden und damit (und dadurch!) die Existenz von Grenzen in der Musik negieren. Literatur, Sprache, Klang, Rhythmik und Metrum sind in einem ständigen Austausch und – zum Zwecke einer gehaltvollen Aussage und Sinnhaftigkeit – intertextuell verwoben. Das Programm ist dabei thematisch vielfältig: Es handelt von offen ausgesprochener sexueller Begierde, Kritik an der Islamischen Republik Iran und dem Verschleierungsgebot, aber auch von Tod und Vergänglichkeit. Mit dieser Auswahl möchte Muriel Razavi einen Beitrag zur Bereicherung der kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt in einer männlich dominierten und okzidental geprägten europäischen Klassik- und Komponierendenszene leisten.

Veranstaltungsbeginn: Freitag, 27.05.2022 19:00 Uhr
Ort: Kulturfabrik Kesselhaus, Hans-Lenz-Straße 14, 78647 Trossingen
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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„The HEADS“ gründeten sich 2021 mit den Mitgliedern Melissa Wedekind, Anna Lodone und Hans Fröhlich. Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt durch die Verbindung der Alten Musik mit performativen Elementen und einer Infragestellung von klassischen Aufführungsformaten. Sie verknüpfen dabei den Klang des historischen Instrumentariums und Gesangs mit elektronischen Elementen und Soundinstallationen.

Der Titel ihres Programms „Katabasis“ entstammt dem Altgriechischen und bedeutet „hinabgehen, absteigen“ und findet Verwendung für die Beschäftigung mit dem Tod oder den Gang durch die Unterwelt. In zahlreichen Erzählungen bildet die Katabasis ein zentrales Element. Die Protagonist*innen sind gezwungen, sich ihren Dämonen zu stellen oder sie als Teil ihrer selbst zu akzeptieren. Das Ensemble stellt sich die Frage, in welcher Weise wir uns selbst in einer eigenen Unterwelt befinden, welchen Dämonen wir begegnen müssen und welche Wege der Befreiung sich finden lassen.
Stehen wir heutzutage unter ständigem Druck uns darzustellen, zu konsumieren und unseren Wert zu beweisen? Welchen Raum gibt es für Depression, Angst und Erschöpfung und tragen sie einen Wert in sich, der ihnen abgesprochen wird?

Veranstaltungsbeginn: Donnerstag, 26.05.2022 21:00 Uhr
Ort: Kulturhaus Altes Krematorium, Am Honberggraben, 78532 Tuttlingen
Karten: 8,00 € / Förderverein: 5,00 € / Schüler, Studierende: Eintritt frei
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